Parodontose

Die Parodontitis ist eine Infektionskrankheit der Mundhöhle und betrifft circa 2 von 3 Erwachsenen über 40 Jahre, damit ist die Parodontitis oder auch bekannt als Parodontose eine wesentliche Volkskrankheit. In unserer Zahnarztpraxis verfolgen wir durch neuste wissenschaftliche Erkenntnisse eine ganzheitliche Behandlung dieser Erkrankung.

Aus der Sicht der Ganzheitsmedizin ist die Parodontitis keine isolierte Erkrankung der Mundhöhle. Daher bedarf es nicht nur eine ausschließliche Behandlung der Mundhöhle, sondern auch die Berücksichtigung von Erkenntnissen aus anderen Bereichen der Medizin. Einige Erkrankungen bzw. Lebenssituationen stehen in enger Verbindung mit der Erkrankung des Zahnfleisches und werden deshalb in unserer Therapie mit berücksichtigt.

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen Zusammenhänge zwischen:

  1. Gynäkologie: Studien belegen einen Zusammenhang zwischen einer nicht behandelten Parodontose und Frühgeburten, somit zeigte sich, dass eine Therapie der Parodontitis eine signifikante Minimierung des Risikos einer Frühgeburt besteht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät daher zu einer Behandlung der Parodontose als gynäkologische Vorsorge.

  2. Kardiologie: Es bestehen durch Studien bestätigt, Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauferkrankungen. Bereits eine mittelschwere Parodontitis kann ein Herzinfarktrisiko um das 2- bis 3-fache sowie das Schlaganfallrisiko um das 7-fache erhöhen.

  3. Rheumatologie/Orthopädie: Wissenschaftliche Studien zeigten auch hier enge Zusammenhänge, so kann eine Behandlung der Parodontitis eine Reduzierung der Symptome eine rheumatoiden Arthritis erreichen. Der Erfolg und langfristige Verbleib von jeglichen Prothesen (Knie, Hüfte etc.) kann durch eine Therapie der Parodontitis gesteigert werden.

  4. Diabetologie/Allgemeinmedizin: Die Wechselwirkung zwischen Diabetes und Parodontitis wurde in vielen Studien nachgewiesen. Bei Parodontitispatienten kann ein 6-fach erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung der Blutzuckerwerte bestehen.

Diese weitläufigen Zusammenhänge zeigen die Wichtigkeit der ganzheitlichen behandlung der Parodontitis.

Ob und in welchen Ausmaß die Parodontose bei Ihnen besteht, klären wir gern mit Ihnen persönlich in einem individuellen Risiko-Beurteilungs-Gespräch.


Allgemeines:
In den Zahnzwischenräumen fühlen sich Bakterienkolonien "sehr wohl", vermehren sich und zerstören das Parodont.
Durch das Verweilen von Speiseresten und Belägen schwillt das Gewebe an und rötet sich, entzündet und es kommt zum Knochenverlust.
Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, können Spätfolgen wie Zahnverlust verhindert werden.
Regelmäßige professionelle Zahnreinigung vermindern das Risiko zur Parodontose signifikant.

Wir führen Parodontosebehandlungen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten durch. Als Antibiotikaalternative können wir die Behandlung mit dem Laser zur Reduzierung des Keimspektrums anbieten.